Sie möchten nicht zusehen, wie Ihr Geld auf dem Sparbuch an Wert verliert und suchen daher nach einer passenden Möglichkeit es anzulegen? Sie hören regelmäßig, dass Geldanlagen in Immobilienwerte als krisen-und inflationsfest gelten.

Bei Ihrer Recherche stoßen Sie auf 2 Möglichkeiten: In ein Bauherrenmodell investieren oder ein Vorsorgewohnung kaufen. Sie fragen sich, was das bessere Investment für Sie ist? Macht es einen finanziellen Unterschied?

Um Ihnen diese Fragen zu beantworten, haben wir mithilfe unserer FiNUM Finanzexperten einen Beitrag erstellt, in dem wir Bauherrenmodell und Vorsorgewohnung gegenüberstellen.

Bauherrenmodell vs. Vorsorgewohnung: Die beiden Immobilieninvestments im Vergleich

Anlagemodell #1: Vorsorgewohnung

Bei einer Vorsorgewohnung kaufen Sie eine Eigentumswohnung mit dem Ziel, sie anschließend zu vermieten.

Die Vorteile einer Vorsorgewohnung:

  • laufende Einnahmen: Die monatlichen Mieteinnahmen stellen ein zusätzliches Einkommen dar. Sie helfen Ihnen beim Vermögensaufbau oder dienen Ihnen als Pensionsvorsorge.
  • Sicherheit und Inflationsschutz.: Als Sachwert bleibt der Wohnungswert erhalten. Steigende Immobilienpreise führen zu einem Wertzuwachs. Die Mieten werden an die Inflation angepasst.
  • Vorsteuerabzug: Beim Kauf der Wohnung sind Sie vorsteuerabzugsberechtigt. Das heißt, sie können die Umsatzsteuer (=20 % des Kaufpreises) beim Finanzamt einfordern.
  • Eigentum: Bei der Vorsorgewohnung sind Sie als Eigentümer im Grundbuch eingetragen

Die Nachteile einer Vorsorgewohnung:

  • Finanzamtsrückzahlung: Sie möchten selbst in Ihre Wohnung einziehen? Möglich ist es, aber folgendes müssen Sie beachten: Sollten Sie innerhalb der ersten 20 Jahre ab Kaufdatum einziehen, müssen Sie die Umsatzsteuer an das Finanzamt zurückzahlen.
    Wichtiger Hinweis: Sie können Ihre Anlegerwohnung an Ihr Kind vermieten, ohne dass steuerliche Nachteile drohen. Einzige Voraussetzung ist, dass Sie dem Finanzamt einen Mietvertrag vorweisen können.
  • Mietausfalls oder säumiger Mieter: Ihre Wohnung steht seit Monaten leer? Ihre Mieter haben trotz Mahnung seit 3 Monaten nicht bezahlt? Für die laufenden und entstehenden Kosten müssen Sie als Eigentümer aufkommen.
  • langsame Abschreibung: Vorsorgewohnungen lassen sich auf 67 Jahre abschreiben.
  • geringe Rendite: aufgrund der zwischenzeitlich sehr hohen Kaufpreise sind die Rendite sehr gering (ca. 2-3% vor Steuern)
  • keine Förderungen: Vorsorgewohnungen werden weder von Bund noch Land gefördert

Anlagemodell #2: Bauherrenmodell

Ein Bauherrenmodell ist ein Zusammenschluss mehrerer Investoren zu einer Miteigentümergemeinschaft. Sie erwerben gemeinschaftlich eine Immobilie, die saniert oder neu errichtet wird, mit dem Ziel durch Vermietung langfristig Erträge zu erzielen.

Vorteile eines Bauherrenmodells:

  • laufende Einnahmen: Die monatlichen Mieteinnahmen stellen ein zusätzliches Einkommen dar. Sie helfen Ihnen beim Vermögensaufbau oder dienen Ihnen als Pensionsvorsorge.
  • Sicherheit und Inflationsschutz: Beim Bauherrenmodell bleibt als Sachwert der anteilige Immobilienwert. Die Mieten werden angepasst.
  • Schnelle Abschreibung: Im Vergleich zur Vorsorgewohnung, erfolgt die Abschreibung der Investitionen deutlich schneller. Pro Jahr können Sie 1/15 der Bau- und Baunebenkosten abschreiben.
  • Gutverdiener haben Steuervorteile: Beim Einkommen gilt: Eine höhere Steuerprogression bringt höhere Steuervorteile. Als Investor bringen Sie anfänglich Kapital ein. In den ersten Jahren machen Sie einen steuerlichen Verlust, der Ihre Einkommensteuer mehrere Jahre lang mindert.

    Beim Bauherrenmodell gibt es 2 Varianten: Als Barzeichner investieren Sie mit 100% Eigenkapital in eine als Bauherrenmodell konzipierte Immobilie und haben sofort nach Baufertigstellung Erträge!
    Sollten Sie als Kreditzeichner in ein Bauherrenmodell investieren, bekomme Sie Mieterträge. Diese dienen der Tilgung Ihres zum Erwerb eingesetzten Fremkapitals.

  • Mietenpool: Mietausfälle treffen Sie nicht direkt. Die Mieten der Immobilie fließen in einen gemeinsamen Pool. Leerstände und Mietrückstände werden mit dem Mietenpool getilgt. Die einzelnen Investoren treffen solche Ausfälle nur anteilig.
  • keine Arbeit für den einzelnen Investor: Der Projektanbieter kümmert sich um die gesamte Abwicklung und Betreuung.
  • staatliche Förderungen: Bauherrenmodelle erhalten je nach Bundesland eine Objektförderungen oder direkte Zuschüsse
  • gute Rendite: Im Schnitt können Sie mit Renditen von über 5% (vor Steuern) rechnen.
  • gute Vermitebarkeit: aufgrund der gedeckelten Miete haben Bauherrenmodelle meist eine höhere Mietauslastung.
  • Beim Bauherrenmodell werden Sie im Grund-/Firmenbuch eingetragen

Nachteile eines Bauherrenmodell:

  • kein Eigentum: Sie erwerben nur einen ideellen Anteil der Immobilie. Sie investieren in keine konkrete Wohnung, an der Sie ein Eigentumsrecht erlangen könnten. (Ausnahme: Bauherrenmodell mit Wohnungszuweisung. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr: Bauherrenmodell mit Wohnungszuweisung: Was ist das? (erscheint bis 30.05.22))
  • kein kurzfristiger Verkauf: Stecken Sie in finanziellen Schwierigkeiten, können Sie Ihre Anteile an einem Bauherrenmodell nicht ohne Weiteres verkaufen. Erst wenn Sie den steuerlichen Totalgewinn erreicht haben, ist es sinnvoll Ihre Anteile zu verkaufen.

Bauherrenmodell vs. Vorsorgewohnung: Was ist nun besser?

Wie bei allen Investments lässt sich jetzt keine pauschale Aussage treffen, ob Bauherrenmodell oder Vorsorgewohnung das bessere Investment ist. Es kommt auf die individuelle Situation und Ihre Erwartung an das Investment an.

Wenn Sie sich als Käufer nicht mit dem Gedanken anfreunden können, dass Sie in eine Immobilie investieren, aber keine Wohnung darin besitzen, wird das Bauherrenmodell nicht das richtige Investmentmodell für Sie sein. Ist Ihnen der Eigentumsgedanke hingegen egal und verfügen Sie über ein hohes Einkommen und genügend Reserven, kann ein Bauherrenmodell aufgrund der hohen Ertragserwartung durchaus attraktiv für Sie ein.

Tipp: Besprechen Sie Ihre finanzielle Situation und Ihre Erwartungshaltung mit einem Experten. In einem unverbindlichen Gespräch können Sie mit einem FiNUM Berater besprechen, welches Immobilieninvestment für Sie geeignet ist. Zusätzlich berät er Sie, welche Projekte momentan attraktiv sind und stellt bei Interesse den Kontakt zu den verschiedenen Bauträgern auf.

Sie haben Interesse? Dann kontaktieren Sie uns! Sie erreichen uns via Telefon (01 53419-90), via E-Mail (website@finum.at) und via Kontaktformular (klicken Sie hier!).

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